Freiherr Adolph von Knigge: Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung in Abessynien Dezember 18, 2006
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Otto Kallscheuer: Die Wissenschaft vom Lieben Gott. Eine Theologie für Recht- und Andersgläubige, Agnostiker und Atheisten Dezember 18, 2006
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D’Arcy Wentworth Thompson: Über Wachstum und Form Dezember 18, 2006
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Magnus Hirschfeld: Weltreise eines Sexualforschers Dezember 18, 2006
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Gerhard Schröder: Entscheidungen. Mein Leben in der Politik Dezember 15, 2006
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Hellmuth Karasek: Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten Dezember 15, 2006
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Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren Dezember 15, 2006
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Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren. Roman Dezember 15, 2006
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Thomas Harris: Hannibal Rising. Roman Dezember 15, 2006
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Luft in der Scheune ist kalt. Bis zu den Hüften sind die Kleider der gefesselten Kinder hinabgezogen, als Blauauge und Schwimmhaut das Fleisch ihrer Oberarme befühlen. „Nehmt das Mädchen“, sagt Schlüssellecker schließlich. „Sie stirbt sowieso.“ Und Blauauge zieht das fiebernde Mädchen mit den Worten „Komm spielen, komm spielen!“ hinter sich her. Der junge Hannibal Lector muss tatenlos zusehen, wie seine Schwester Mischa von einem der Kriegsgewinnler fortgezogen wird. Allerdings kann er Blauauge zuvor noch seine Zähne in die Wange bohren: Vielleicht liegen hier die Anfänge für eine von Hannibals späteren kannibalischen Leidenschaften.
Der Krieg hat dem einst wohlsituierten Hannibal nach dem Blitzkrieg Hitlers gegen Osteuropa im „Unternehmen Barbarossa“ 1941 alles genommen. Burg Lecter mit ihren Kunstschätzen, die „Hannibal der Schreckliche“ im 15. Jahrhundert erbaute, Freunde, Bedienstete und Eltern, vor allem aber seine geliebte Schwester Mischa, die von Kollaborateuren und skrupellosen Dieben „verspeist“ worden ist. Von nun an versucht der mehr als intelligente Junge, den die Ereignisse auf schreckliche Art und Weise abgestumpft haben, ihren Tod zu rächen. In Hannibal Rising verfolgt Bestsellerautor Thomas Harris den Aufstieg seiner faszinierenden Figur von ihrer Kindheit bei ihrem Onkel und seiner wunderschönen und kultivierten japanischen Gattin über ihre Ausbildung als meisterhafter Chirurg in Paris bis hin zu ihrem grausamen Rachefeldzug, dessen ausführliche und kaltblütige Beschreibung wieder einmal nichts für zartbesaitete Gemüter ist. Dabei werden die Anfänge des wohl berühmtesten Massenmörders der Literatur aufgerollt, die nicht nur sein Tun, sondern auch seine besonderen Eigenschaften psychologisch zumindest einigermaßen erklärbar machen sollen. Dass dies nicht unbedingt gelingt, tut der faszinierenden Lektüre keinen Abbruch.
Denn diese Lektüre von Hannibal Rising funktioniert ohnehin auf verschiedenen Ebenen. Die wenigsten Leser nämlich werden das Buch in die Hände nehmen, ohne nicht zuvor zu mindestens einem Band der Hannibal-Serie, namentlich zu Das Schweigen der Lämmer, Roter Drache oder Hannibal , gegriffen zu haben. So liest man die spätere Entwicklung von „Hannibal, dem Kannibalen“ mit wohligem Schaudern unweigerlich mit. Den hartgesottensten Fans von Harris wird Hannibal Rising vielleicht auf den ersten 100 Seiten — und dies trotz der geschilderten Kriegsgräuel — etwas zu gemächlich beginnen. Wer sich auf das Buch aber einlässt, wird mit Gänsehaut und Nervenkitzel der feinsten Sorte belohnt. –Stefan Kellerer
Bertina Henrichs: Die Schachspielerin Dezember 15, 2006
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